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Wie ein Nationalpark als regionaler Wirtschaftsmotor wirkt

Wie ein Nationalpark als regionaler Wirtschaftsmotor wirkt

Wanderer im Wald von hinten

 

Nationalparke geben mit ihren vielfältigen Angeboten zum Naturerleben wertvolle Impulse für die wirtschaftliche Regionalentwicklung.

 

Nachhaltige Regionalentwicklung

Mit vielfältigen Naturerlebnis- und Umweltbildungsangeboten geben Nationalparke wertvolle Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung der Regionen – dies kann man deutlich am Beispiel des Nationalparks Eifel sehen. Eine Untersuchung aus den Jahren 2014/2015 zeigt, dass der Tourismus im ersten Nationalpark Nordrhein-Westfalens einen Bruttoumsatz von über 30 Millionen Euro einbrachte, was rechnerisch 674 Arbeitsplätzen entspricht. Der Nationalpark Eifel generiert damit einen wirtschaftlichen Mehrwert, der wiederum die gesamte Nationalparkregion nachhaltig vitalisiert hat. Seit der ersten Untersuchung im Jahr 2007 haben sich die jährlichen Besuchszahlen bis heute auf über eine Million Besucherinnen und Besucher gesteigert und damit mehr als verdoppelt. Weitere Informationen zu den sozioökonomischen Effekten des Nationalparks Eifel finden sich hier. Auch aus anderen Bundesländern können ähnliche Erfahrungen berichtet werden: So zeigen beispielsweise die Nationalparke Bayerischer Wald und Jasmund deutlich, dass der Naturtourismus die regionale Wirtschaftsentwicklung befördert.

Zudem steigern Nationalparke die Attraktivität und das Angebot von Arbeitsplätzen in einer Region und können so den Wegzug der Bevölkerung aus ländlichen Regionen reduzieren. Zugleich kann der Nationalpark den Zuzug, unter anderem von qualifizierten Fachkräften, befördern. Durch diese nachhaltige Regionalentwicklung stellt die Ausweisung eines Nationalparks eine wichtige Investition in den ländlichen Raum dar und schafft Zukunftsperspektiven.

 

Naturtourismus im Nationalpark

Nationalparke haben positive Effekte auf die Entwicklung und Beschäftigung im ländlichen Raum. Sie sind Motor für einen nachhaltigen Naturtourismus, denn der Bedarf danach, die Natur erlebbar zu machen, steigt nicht erst seit der Corona-Pandemie erheblich an. Der nachhaltige Naturtourismus stärkt die Wirtschaftskraft einer Region und wertet ihn auch als Lebens-, Arbeits-, Innovations- und Investitionsstandort enorm auf. Er strahlt als Querschnittsbranche mit erheblicher Nachfragekraft auf andere Branchen aus.

Das Beispiel des Nationalpark Eifel zeigt, dass die enge Zusammenarbeit zwischen der Nationalparkverwaltung und regionalen Partnern vielfältige wirtschaftliche Impulse generiert. Gemeinsam mit den touristischen Leistungsträgern der Regionen wurden unterschiedlichste Programme und Angebote wie ein mehrtägiger Wildnis-Trail, organisierte Wanderungen und spezielle ÖPNV-Angebote konzipiert. Vor allem die regionale Gastronomie und Hotellerie profitieren von der Nachfrage der Besucherinnen und Besucher, die den Nationalpark Eifel als Ausflugs- und Urlaubsziel nutzen. Zahlreiche Gastronomie- und Übernachtungsbetriebe im Umfeld des Nationalparks haben als sogenannte Nationalpark-Gastgeber zertifizieren lassen, um eine hohe Qualität der touristischen Angebote sicherzustellen. Der Nationalpark Eifel ist auch Partner vom Tourismus NRW e.V., der ebenfalls die Entwicklung eines Naturtourismus unterstützt. Mit Förderung des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie konnten Kommunen rund um das Schutzgebiet zudem eine touristische Servicekette mit Ausstellungen und Infopunkten aufbauen.

 

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